Start-Up PROVIREX: Innovativer Ansatz zur Heilung von HIV

Start-Up PROVIREX: Innovativer Ansatz zur Heilung von HIV 590 591 Innovationsstarter Hamburg

2020 04 29 Pres­se­mit­tei­lung PROVIREX (PM als PDF zum Download)

Asce­n­i­on und Inno­va­ti­ons­star­ter Fonds Ham­burg betei­li­gen sich an Ham­bur­ger Start-Up – Neue The­ra­pie­me­tho­de wird in kli­ni­scher Stu­die geprüft Mit einer neu­en Gen- und Zell­me­tho­de wol­len Ham­bur­ger For­sche­rin­nen und For­scher HIV Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten künf­tig bes­ser the­ra­pie­ren. Unter dem Dach des Ham­bur­ger Bio­tech-Start-Ups „PROVIREX“ ent­wi­ckeln sie einen neu­en The­ra­pie­an­satz, der durch eine soge­nann­te Gen­sche­re den Bau­plan des AIDS-Erre­gers HIV aus dem Erb­gut der infi­zier­ten Zel­le her­aus­schnei­det und das Virus eli­mi­niert. Erst­mals könn­te es so gelin­gen das Virus zu ent­fer­nen, statt es in Schach zu hal­ten, wie bei bis­he­ri­gen Behand­lungs­for­men üblich. Die Asce­n­i­on GmbH und die Inno­va­ti­ons­star­ter Fonds Ham­burg GmbH haben Antei­le an dem neu gegrün­de­ten Unter­neh­men PROVIREX erwor­ben. Das Start-Up wird die wei­te­re Ent­wick­lung der Brec1-Tech­no­lo­gie vor­an­trei­ben, beson­ders unter Berück­sich­ti­gung ver­ein­fach­ter und direk­ter Verabreichungsformen.

Das Kon­zept beruht auf For­schungs­ar­bei­ten von Prof. Joa­chim Hau­ber und Team am Hein­rich-Pet­te-Insti­tut (HPI) – Leib­niz-Insti­tut für Expe­ri­men­tel­le Viro­lo­gie und Prof. Frank Buch­holz an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dres­den, der ehe­mals am Max-Planck-Insti­tut für Mole­ku­la­re Zell­bio­lo­gie und Gene­tik tätig war. Gemein­sam haben sie eine soge­nann­te Gen­sche­re, die Desi­gner-Rekom­bi­na­se Brec1, ent­wi­ckelt und opti­miert. In einer Koope­ra­ti­on zwi­schen dem HPI und dem Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Ham­burg-Eppen­dorf (UKE) wird der Ansatz zur­zeit für kli­ni­sche Prü­fun­gen vor­be­rei­tet. Er soll zunächst im Rah­men einer Stamm­zell­the­ra­pie bei acht HIV-Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in der Kli­nik für Stamm­zell­the­ra­pie des UKE unter Lei­tung von Prof. Nico­laus Krö­ger eva­lu­iert wer­den. Dafür haben das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung (BMBF), der Ham­bur­ger Senat und die For­T­ra gGmbH für For­schungs­trans­fer der Else Krö­ner-Fre­se­ni­us-Stif­tung För­der- und Inves­ti­ti­ons­mit­tel bereitgestellt.

Wis­sen­schafts­se­na­to­rin Katha­ri­na Fege­bank: „Das Ham­bur­ger Start-Up PROVIREX kann einen ent­schei­den­den Bei­trag im Kampf gegen HIV und AIDS leis­ten. Die Betei­li­gung von Asce­n­i­on und des Inno­va­ti­ons­star­ter Fonds Ham­burg ist eine wich­ti­ge Grund­la­ge, um die Ergeb­nis­se der For­schung in Zukunft in die Anwen­dung zu über­füh­ren. Mit der unter ande­rem vom Hein­rich-Pet­te-Insti­tuts, Leib­niz-Insti­tut für Expe­ri­men­tel­le Viro­lo­gie ent­wi­ckel­ten The­ra­pie­form könn­te es erst­mals gelin­gen, Pati­en­ten­zel­len dau­er­haft und Prä­zi­se von HIV zu befrei­en – das wäre ein medi­zi­nisch und gesell­schaft­lich his­to­ri­scher Durch­bruch auf dem Weg zur Hei­lung von HIV und AIDS. Zunächst gilt es, den neu­en The­ra­pie­an­satz in der kli­ni­schen Stu­die am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Ham­burg-Eppen­dorf zu über­prü­fen und umzu­set­zen. Ich dan­ke allen Betei­lig­ten für Ihr gro­ßes Enga­ge­ment und wün­sche viel Erfolg im wei­te­ren Entwicklungsprozess.“

Micha­el Wes­tha­ge­mann, Sena­tor für Wirt­schaft, Ver­kehr und Inno­va­ti­on: „Das ist ein wich­ti­ges Signal der Hoff­nung im Kampf gegen HIV und ande­re bis­lang nicht heil­ba­re Krank­hei­ten. Es freut mich, dass die­ses Signal zusam­men mit wei­te­ren Part­nern auch aus Ham­burg kommt und zeigt, dass wir hier in Ham­burg nicht nur eine exzel­len­te For­schung haben, son­dern mit dem Inno­va­ti­ons­star­ter Fonds Ham­burg bei der Inves­ti­ti­ons- und För­der­bank auch geeig­ne­te För­der­mög­lich­kei­ten für inno­va­ti­ve Lösun­gen auf dem Weg in den Markt und zu den Men­schen bereitstellen.“

Asce­n­i­on, Tech­no­lo­gie­trans­fer­part­ner des HPI, hat das Pro­jekt und die Fir­men­grün­dung von Beginn an inten­siv unter­stützt. „Wir freu­en uns sehr, dass es durch das außer­ge­wöhn­li­che Enga­ge­ment aller Betei­lig­ten in Wis­sen­schaft, Medi­zin, Tech­no­lo­gie­trans­fer und Poli­tik gelun­gen ist, die­sen viel­ver­spre­chen­den Ansatz wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und hier in Deutsch­land in die kli­ni­sche Prü­fung zu brin­gen“, sagt Dr. Chris­ti­an Stein, Geschäfts­füh­rer von Asce­n­i­on. „Das könn­te ein Mei­len­stein in der Bekämp­fung von HIV wer­den“, ergänzt Prof. Dr. Hau­ber. „Wir sind sehr glück­lich, dass wir jetzt hier am UKE-Cam­pus in Ham­burg die Mög­lich­keit erhal­ten, basie­rend auf unse­ren For­schungs­er­geb­nis­sen neu­ar­ti­ge The­ra­pie­ver­fah­ren zu ent­wi­ckeln.“ „Die Tech­no­lo­gie der PROVIREX Geno­me Edi­t­ing The­ra­pies GmbH und der angeschlossenen
Koope­ra­ti­ons­part­ner könn­te zum Durch­bruch bei der Behand­lung von HIV bei­tra­gen und bie­tet hohes Poten­zi­al für die erfolg­rei­che Behand­lung wei­te­rer Krank­heits­bil­der“, so Dör­te Bun­ge von Inno­va­ti­ons­star­ter Fonds Ham­burg GmbH.

Über PROVIREX Geno­me Edi­t­ing The­ra­pies GmbH
PROVIREX Geno­me Edi­t­ing The­ra­pies GmbH in Ham­burg ist ein pri­vat­wirt­schaft­li­ches Bio­tech-Unter­neh­men, wel­ches neu­ar­ti­ge „Advan­ced The­ra­py Medi­ci­nal Pro­ducts“ (ATMPs) ent­wi­ckelt. PROVIREX’s Tech­no­lo­gie basiert auf Rekom­bi­na­se-ver­mit­tel­ter feh­ler­frei­er Genom-Edi­tie­rung zur Hei­lung lebens­be­dro­hen­der per­sis­tie­ren­der Virus­er­kran­kun­gen. PROVIREX wur­de im Okto­ber 2019 gegrün­det und erhielt im März 2020 eine Seed-Finan­zie­rung. Die Fir­ma hält exklu­si­ve Tech­no­lo­gie-Lizen­zen und besitzt „Free­dom-to-Ope­ra­te“ (FTO).
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen www.provirex.com

Über Asce­n­i­on
Die Asce­n­i­on GmbH ist ein unab­hän­gi­ges Tech­no­lo­gie­trans­fer­un­ter­neh­men mit beson­de­rer Kom­pe­tenz in den Lebens­wis­sen­schaf­ten. Sie ist Part­ner von mehr als 30 Forschungseinrichtungen,Universitäten und Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken in Deutsch­land und Euro­pa, dar­un­ter füh­ren­de Life-Sci­ence-Insti­tu­te der Helm­holtz- und Leib­niz-Gemein­schaft, die Cha­ri­té, die Medi­zi­ni­sche Hoch­schu­le Han­no­ver, die Medi­zi­ni­sche Uni­ver­si­tät Inns­bruck und die Uni­ver­si­täts­me­di­zin Göt­tin­gen. Asce­n­i­ons Team ver­bin­det inter­dis­zi­pli­nä­re Kennt­nis­se mit Indus­trie­er­fah­rung. Asce­n­i­on arbei­tet eng mit den Mit­ar­bei­tern ihrer Part­ner­in­sti­tu­te zusam­men, um For­schungs­er­geb­nis­se mit hohem Anwen­dungs­po­ten­zi­al zu iden­ti­fi­zie­ren, patent­recht­lich zu schüt­zen und in die Anwen­dung zu über­füh­ren. Beson­de­re Stär­ken sind die Unter­stüt­zung von Aus­grün­dun­gen und die
Pro­jekt­ent­wick­lung. Dadurch wer­den frü­he Pro­jek­te so weit vor­an­ge­bracht, dass sie für poten­zi­el­le Inves­to­ren und Lizenz­neh­mer attrak­tiv sind. So sind bereits zahl­rei­che neue Unter­neh­men gegrün­det und inno­va­ti­ve Medi­ka­men­te zuge­las­sen wor­den, von denen Tau­sen­de von Pati­en­ten pro­fi­tie­ren. Erlö­se, die Asce­n­i­on aus dem ope­ra­ti­ven Geschäft und aus dem Ver­kauf von Unter­neh­mens­an­tei­len erzielt, flie­ßen über ihre Mut­ter­ge­sell­schaft, die LifeSci­ence-Stif­tung zur För­de­rung von Wis­sen­schaft und For­schung, als För­der­mit­tel an die Partnerinstitute.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.ascenion.de

Über das Hein­rich-Pet­te-Insti­tut, Leib­niz-Insti­tut für Expe­ri­men­tel­le Virologie
Das Hein­rich-Pet­te-Insti­tut, Leib­niz-Insti­tut für Expe­ri­men­tel­le Viro­lo­gie (HPI) erforscht human­pa­tho­ge­ne Viren mit dem Ziel virus­be­ding­te Erkran­kun­gen zu ver­ste­hen und neue The­ra­pie­an­sät­ze zu ent­wi­ckeln. Auf Basis expe­ri­men­tel­ler Grund­la­gen­for­schung sol­len neue
Ansatz­punk­te für ver­bes­ser­te Ver­fah­ren zur Behand­lung von Virus­er­kran­kun­gen wie AIDS, Grip­pe und Hepa­ti­tis, aber auch von neu­auf­tre­ten­den vira­len Infek­tio­nen ent­wi­ckelt wer­den. Mit sei­nen For­schungs­schwer­punk­ten deckt das HPI die welt­weit bedeu­tends­ten vira­len Infek­ti­ons­er­re­ger ab. 1948 gegrün­det, geht die Insti­tuts­ent­ste­hung auf den Mäzen Phil­ipp F. Reem­ts­ma sowie auf den Neu­ro­lo­gen Hein­rich Pet­te zurück. Als Stif­tung bür­ger­li­chen Rechts ist das HPI eine gemein­nüt­zi­ge und selbst­stän­di­ge For­schungs­ein­rich­tung, die seit 1995 der Leib­niz-Gemein­schaft (WGL) ange­hört. Das Insti­tut wird antei­lig durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit (BMG) und die gemein­sa­me For­schungs­för­de­rung der Län­der, ver­tre­ten durch die Behör­de für Wis­sen­schaft, For­schung und
Gleich­stel­lung (BWFG) der Frei­en und Han­se­stadt Ham­burg, finan­ziert. Zudem wird ein gro­ßer Anteil mit wett­be­werb­li­chen Ver­fah­ren eingeworben.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.hpi-hamburg.de

Über das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Ham­burg-Eppen­dorf (UKE)
Das 1889 gegrün­de­te Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Ham­burg-Eppen­dorf (UKE) ist eine der moderns­ten Kli­ni­ken Euro­pas und mit mehr als 11.000 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern einer der größ­ten Arbeit­ge­ber in Ham­burg. Gemein­sam mit sei­nem Uni­ver­si­tä­ren Herz- und Gefäß­zen­trum und der Mar­ti­ni-Kli­nik ver­fügt das UKE über mehr als 1.730 Bet­ten und behan­delt pro Jahr rund 507.000 Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten. Zu den For­schungs­schwer­punk­ten des UKE gehö­ren die Neu­ro­wis­sen­schaf­ten, die Herz-Kreis­lauf-For­schung, die Ver­sor­gungs­for­schung, die Onko­lo­gie sowie Infek­tio­nen und Ent­zün­dun­gen. Über die Medi­zi­ni­sche Fakul­tät bil­det das UKE rund 3.300 Medi­zi­ner und Zahn­me­di­zi­ner aus.
Wis­sen – For­schen – Hei­len durch ver­netz­te Kom­pe­tenz: Das UKE. | www.uke.de

Über den Inno­va­ti­on­s­tar­ter Fonds Hamburg:
Der Inno­va­ti­ons­star­ter Fonds Ham­burg inves­tiert Risi­ko­ka­pi­tal in jun­ge inno­va­ti­ve Ham­bur­ger Unter­neh­men, um die Ham­bur­ger Start­up-Sze­ne zu stär­ken und zum Auf­bau aus­sichts­rei­cher Unter­neh­men bei­zu­tra­gen. Vor­ge­se­hen sind offe­ne Betei­li­gun­gen an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten bis zu einer Höhe von maxi­mal 1 Mio. EUR. Inves­to­ren des Fonds sind zu glei­chen Tei­len die Freie und Han­se­stadt Ham­burg sowie der Euro­päi­sche Fonds für regio­na­le Ent­wick­lung (EFRE). Mit dem Manage­ment des Fonds ist die IFB Inno­va­ti­ons­star­ter GmbH betraut, eine 100%ige Toch­ter der Ham­bur­gi­schen Inves­ti­ti­ons- und Förderbank.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.innovationsstarter.com

Über Max-Planck-Inno­va­ti­on
Als Tech­no­lo­gie­trans­fer-Orga­ni­sa­ti­on der Max-Planck-Gesell­schaft ist Max-Planck-Inno­va­ti­on das Bin­de­glied zwi­schen Indus­trie und Grund­la­gen­for­schung. Mit unse­rem inter­dis­zi­pli­nä­ren Team bera­ten und unter­stüt­zen wir die Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler der Max-Planck-Insti­tu­te bei der Bewer­tung von Erfin­dun­gen, der Anmel­dung von Paten­ten sowie der Grün­dung von Unter­neh­men. Der Indus­trie bie­ten wir einen zen­tra­len Zugang zu den Inno­va­tio­nen der Max-Planck-Insti­tu­te. Damit erfül­len wir eine wich­ti­ge Auf­ga­be: Den Trans­fer von Ergeb­nis­sen der Grund­la­gen­for­schung in wirt­schaft­lich und gesell­schaft­lich nütz­li­che Produkte.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.max-planck-innovation.de

Rück­fra­gen der Medien
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Tele­fon: 040/42863 2322
E‑Mail: pressestelle@bwfg.hamburg.de
Inter­net: www.hamburg.de/bwfg
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Tele­fon: +49 40 9999 69 190 | oliver.ahnfeld@provirex.de

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