Eine Lösung für den Betrug mit digitalen Bildern

Eine Lösung für den Betrug mit digitalen Bildern 150 150 Innovationsstarter Hamburg

Nicht nur für Ver­si­che­run­gen sind mani­pu­lier­te Bild­da­tei­en und Doku­men­te ein Pro­blem. Der vom Start­up Vaar­haft ent­wi­ckel­te „Fraud Scan­ner“ erkennt Fäl­schun­gen in Sekun­den­schnel­le. Geför­dert wur­de das Unter­neh­men mit den Inn­o­Fin­Tech-Pro­gramm der IFB Innovationsstarter.

Der Krat­zer im Auto­lack, das Foto vom defek­ten, angeb­lich her­un­ter­ge­fal­le­nen und natür­lich nagel­neu­en iPho­ne, ein­ge­reicht zur Scha­dens­re­gu­lie­rung mit der eben­falls gefälsch­ten Rech­nung: In Zei­ten von Künst­li­cher Intel­li­genz (KI) sind sol­che Betrü­ge­rei­en ein Kin­der­spiel und neh­men rasant zu. Ver­si­che­run­gen haben selbst nur begrenz­te Mög­lich­kei­ten, sie auch zu entdecken.

Wie glaub­wür­dig Fotos aber auch Zeug­nis­se, Urkun­den oder Rech­nun­gen sind, über­prüft der Fraud Scan­ner von Vaar­haft. Die Soft­ware ist über eine Schnitt­stel­le mit der des Kun­den ver­bun­den. „Wird ein Scha­den gemel­det, wan­dern die Anhän­ge auto­ma­tisch zu uns. Die Ver­si­che­run­gen erfah­ren inner­halb weni­ger Sekun­den, ob etwa ein Bild mit einer KI gene­riert oder an wel­cher Stel­le es bear­bei­tet wur­de“, erläu­tert Linus Kameni, CEO von Vaar­haft. „Das redu­ziert die Betrugs­quo­te und hilft, Kos­ten zu sen­ken.“ Abge­rech­net wird pro Bild und Doku­ment. Je mehr Fotos ana­ly­siert wer­den, des­to güns­ti­ger wird die Einzelanalyse.

Ver­si­che­run­gen sind nur ein Anwen­dungs­bei­spiel des Fraud Scan­ner, sie sind der Ein­tritts­markt für das Ende 2023 gegrün­de­te Start­up. „Grund­sätz­lich ist unse­re Soft­ware über­all ein­setz­bar, wo mit gefälsch­ten Bil­dern oder Doku­men­ten betro­gen wird“, meint Kameni. Bei mani­pu­lier­ten Lohn­ab­rech­nun­gen etwa, um bei Ban­ken die Boni­tät in die Höhe zu trei­ben. Oder beim Betrug mit Retou­ren, bei dem es um die Erzie­lung von Wie­der­gut­ma­chun­gen geht.

Gut zwei Jah­re hat das Grün­der-Trio Linus Kameni, Anne Pat­zer und Paul Fran­ken ihre Soft­ware nicht nur ent­wi­ckelt, son­dern auch tat­säch­lich geforscht, wie Kameni betont. So ist ihre KI-Tech­no­lo­gie selbst­ler­nend und reagiert mit kon­ti­nu­ier­li­chen Anpas­sun­gen auf die immer neu­en, ver­fei­ner­ten Betrugs­ver­su­che in der dyna­mi­schen Cyber-Welt. Als per­ma­nen­tes Katz-und-Maus-Spiel beschreibt Kameni die Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen Betrü­gen­de­en und ihren Ent­lar­ven­den. Wobei es den Grün­den­den nicht nur um Betrugs­er­ken­nung geht. „Letzt­lich ist unse­re Mis­si­on, die Glaub­wür­dig­keit digi­ta­ler Medi­en zu schüt­zen“, betont Kameni. Daher auch die Namens­wahl „Vaar­haft“, der für Wahr­haf­tig­keit, Ver­trau­en und Ehr­lich­keit steht.

In Wedel und Ber­lin sind die drei Jung­un­ter­neh­men­den ansäs­sig, in der Haupt­stadt wur­de die Fir­ma auch zunächst gegrün­det, sie­del­te dann aber nach Ham­burg um. Aus­schlag­ge­bend dafür war auch das Inn­o­Fin­Tech-Pro­gramm der IFB Inno­va­ti­ons­star­ter, das Start­ups aus den Berei­chen Fin­Tech, PropTech und Ins­ur­Tech sowie angren­zen­der Seg­men­te mit Zuschüs­sen von bis zu 200.000 Euro unter­stützt. „Die Stadt hat coo­le För­der­pro­gram­me, wir haben aber auch Inves­to­ren aus Ham­burg“, erzählt Linus Kameni. „Die För­de­rung war gera­de in unser ers­ten Pha­se extrem wich­tig. Wir konn­ten an unse­rem Pro­dukt for­schen, es wei­ter­ent­wi­ckeln und haben noch tol­le Netz­werk­ef­fek­te hin­zu­be­kom­men. Das Pro­gramm war genau rich­tig für uns.“

Mit der Saf­eCam, einem Echt­heits­zer­ti­fi­kat für digi­ta­le Bil­der, hat Vaar­haft ein wei­te­res Pro­dukt ent­wi­ckelt, das in die­sem Jahr auf den Markt kom­men soll. Der Schwer­punkt aber liegt auf der Ska­lie­rung des Fraud Scan­ners. „Unser Sys­tem funk­tio­niert, wir müs­sen nicht mehr groß­ar­tig her­um­for­schen“, meint Kameni.  „Jetzt geht es dar­um, im Markt ordent­lich Gas zu geben.“

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