TREELAX Partner
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Unternehmen der Baumpflege haben einen hohen bürokratischen Aufwand zu bewältigen, TREELAX Partner reduziert diesen erheblich. Gefördert aus dem InnoStarterFonds der IFB Innovationsstarter GmbH, hat das Startup die erste digitale Plattform für die Baumpflegebranche entwickelt.

Der Zeit- und Papieraufwand ist enorm. Ob Gefährdungsbeurteilung, Maßnahmen zum Arbeitsschutz, Beschreibung der durchzuführenden Arbeiten sowie Dokumentation der eingesetzten Geräte und der beteiligten Mitarbeitenden: „Baumpfleger müssen ellenlange Formulare ausfüllen. Die administrativen Tätigkeiten kosten viel Zeit – und die meisten arbeiten ohnehin lieber am Baum als im Büro“, erzählt Erik Dimter, Co-Gründer von TREELAX Partner. „Wir haben uns gesagt: Das muss doch besser gehen!“ 

TREELAX-Gründungspartner Tristan Ammer, Louis Krüger und Erik Dimter (v. l.)

Gründungspartner Tristan Ammer, Louis Krüger und Erik Dimter (v. l.)

„Klick, klick – fertig“ sei ihr Mantra gewesen bei der Entwicklung der Software, an der als technischer Partner das Softwareunternehmen Agent ERP beteiligt war, so Dimter. Baustellenplanung, Kundendaten, Kommunikation mit den Mitarbeitenden, Buchhaltung, Fuhrparkmanagement, Erinnerungsfunktion für wiederkehrende Arbeiten – das alles ist jetzt digitalisiert. Per Tablet erfassen die Baumpflegerinnen und -pfleger bei einer Besichtigung vor Ort die durchzuführenden Maßnahmen und können unmittelbar ein unverbindliches Angebot erstellen. Vergleichbares gab es bislang nicht.

Erik Dimter und sein Mitgründer Tristan Ammer sind Betriebswirte, sie haben bereits mehrere Unternehmen erfolgreich ins Leben gerufen. Dass es zu TREELAX kam, ist einem Unglück zu verdanken, dem „größten Baumschaden in Hamburgs Geschichte“, wie Dimter sagt. Eine Rotbuche zerstörte bei einem Sturm das Dach des Hauses von Tristan Ammer. Bei der Abwicklung des Schadens kam das Duo in Kontakt mit der Branche und entdeckte das Verbesserungspotenzial. 

Für die fachliche Expertise sorgt der Hamburger Baumpflegebetrieb Krüger. Als Gründungspartner engagiert sich Louis Krüger beim Startup. Als TREELAX Partner hat das Startup Unternehmen im Blick, als TREELAX tritt es auch als Makler für Endkundinnen und -kunden auf. Alle Grundeigentümerinnen und -eigentümer sind verpflichtet, für die Verkehrssicherheit ihres Baumbestands zu sorgen. Baumbesitzerinnen und -besitzer können sich direkt an das Startup wenden, das dann deutschlandweit ein Partnerunternehmen für Pflege, Fällung oder Begutachtung vermittelt. Auch einen Podcast für Arboristik und eine Wissensdatenbank auf Basis eines KI-Chatbots haben die Jungunternehmer umgesetzt.

TREELAX-Mitarbeiter bei der Baumpflege vom Boden aus

Sicherung und Arbeitsschutz ist bei der Baumpflege oberstes Gebot.

TREELAX wurde zunächst mit dem InnoFounder-Programm und anschließend aus dem InnoStarterFonds der IFB Innovationsstarter GmbH gefördert, einer 100-prozentigen Tochter der IFB Hamburg. Der Fonds stellt Startups, die maximal fünf Jahre alt sind, bis zu 1,5 Mio. Euro an Risikokapital in Form von offenen Beteiligungen zur Verfügung. Das Ziel ist die Weiterentwicklung der Fördernehmenden und die wirtschaftliche Umsetzung innovativer Geschäftsideen. „Wir haben die Förderung zunächst für die Produktentwicklung und für Tests mit verschiedensten Betrieben genutzt. Als wir zeigen konnten, dass das Interesse am Markt sehr groß ist, folgte eine Finanzierungsrunde“, berichtet Dimter. 

Wer die Software von TREELAX Partner nutzen will, zahlt eine Lizenzgebühr, bekommt ein auf die individuellen Bedürfnisse des Betriebs zugeschnittenes Programm und Onlineschulungen, die sich über sechs Wochen erstrecken. Um der Nachfrage gerecht zu werden, hat das Startup bereits zwei weitere Mitarbeitende eingestellt. Gut möglich, dass im Laufe des Jahres weitere dazukommen werden. Rund 4.000 Baumpflegeunternehmen gibt es in Deutschland, die allermeisten sind noch analog unterwegs. Die Branche trifft sich 
Anfang Mai auf den Augsburger Baumpflegetagen. TREELAX Partner wird erstmals dabei sein.